Ulrich Siegmund weicht der Frage nach der Einzigartigkeit des Holocaust aus und rüttelt damit an den Grundpfeilern deutscher Erinnerungspolitik. Seine Antwort soll den Rahmen des Sagbaren öffnen.
Die SPD taumelt aus ihrem schlechtesten Wahlergebnis und klammert sich an ein Programm, das das Land längst nicht mehr teilt. Während die AfD wächst, blockiert die SPD die politische Mitte. Entscheidet sie sich jetzt endlich für die Stabilität der Demokratie – oder für sich selbst?
Einst war sie die Stimme der Arbeit, heute spricht die SPD vor allem zu sich selbst – moralisch ergriffen, politisch erschöpft. Ein Abgesang auf eine Partei, die vergessen hat, wofür sie einmal da war.
Am Sonntag berät die CDU über ihren Kurs zwischen Abgrenzung und Anspruch. Die Brandmauer, einst Schutz der Demokratie, ist zum Prüfstein ihrer eigenen Rolle geworden – und zur Frage, ob die Union noch die Kraft zur Mitte hat.
Die Legende von der „Abstimmung mit der AfD“ hält sich hartnäckig – genährt von Empörung, Moral und strategischer Angst. Sie erzählt von Schuld und Verrat, doch in Wahrheit offenbart sie etwas anderes: wie moralische Deutung politische Realität ersetzt – und wie Macht aus Narrativen entsteht, nicht aus Fakten.
Die Parteien der Mitte liefern sich symbolische Kämpfe – doch echte Gegner stehen anderswo. Während SPD, Grüne und Union im Schatten boxen, verlieren sie das Vertrauen jener, die sich längst abgewendet haben.
Der jüngste SPD-Parteitag ist vorbei – doch zentrale Fragen blieben unbeantwortet: Für wen steht die Partei eigentlich noch? In vier pointierten Thesen analysiert dieser Beitrag, wo die SPD den Anschluss verloren hat – bei Bildung, Arbeit, Lebensnähe und Jugend. Und warum es höchste Zeit ist, die Gerechtigkeitsfrage neu zu stellen. Ein Weckruf für eine Partei auf der Suche nach sich selbst.
Wie klingt eine Partei, die sich selbst nicht mehr meint? Freiheit, Verantwortung, Mitte – was wie ein Versprechen klingt, ist bei der FDP zur Floskel geworden. Zwischen Imagepflege und Identitätspolitik verliert die Partei ihre bürgerliche Substanz. Dieser Text erklärt, warum Liberalismus mehr ist als Lifestyle – und warum er wieder Kante braucht.