Ulrich Siegmund weicht der Frage nach der Einzigartigkeit des Holocaust aus und rüttelt damit an den Grundpfeilern deutscher Erinnerungspolitik. Seine Antwort soll den Rahmen des Sagbaren öffnen.
Einst war sie die Stimme der Arbeit, heute spricht die SPD vor allem zu sich selbst – moralisch ergriffen, politisch erschöpft. Ein Abgesang auf eine Partei, die vergessen hat, wofür sie einmal da war.
Empörung als Ritual: Wenn Medien toben und die Mehrheit längst entschieden hat. Warum die „Stadtbild“-Debatte mehr über den Diskurs verrät als über Friedrich Merz.
Am Sonntag berät die CDU über ihren Kurs zwischen Abgrenzung und Anspruch. Die Brandmauer, einst Schutz der Demokratie, ist zum Prüfstein ihrer eigenen Rolle geworden – und zur Frage, ob die Union noch die Kraft zur Mitte hat.
Die Legende von der „Abstimmung mit der AfD“ hält sich hartnäckig – genährt von Empörung, Moral und strategischer Angst. Sie erzählt von Schuld und Verrat, doch in Wahrheit offenbart sie etwas anderes: wie moralische Deutung politische Realität ersetzt – und wie Macht aus Narrativen entsteht, nicht aus Fakten.
Früher kämpfte die Linke für Arbeiter, heute gegen Pronomenunsicherheit. Normalität gilt als Gewalt, Statistik als Unterdrückung. Wer sich bürgerlich benimmt, hat schon verloren. Dieser Text zeigt: Objektive Realität ist kein rechtes Narrativ, sondern Grundlage politischen Austauschs.
Es geht nicht um Befindlichkeiten, sondern um Geografie im Kopf: Wer die Ost-West-Schablone auflösen will, sollte Europa neu vermessen. Ostdeutschland liegt nicht am Rand, sondern in der Mitte.
„Er ist Opfer des eigenen Hasses geworden“ – die Reaktionen auf Charlie Kirks Ermordung offenbaren eine gefährliche moralische Schieflage. Gewalt gegen Andersdenkende wird relativiert, ja legitimiert. Die Botschaft lautet: Wer falsch denkt, darf sterben. Doch Demokratie lebt anders: von Argument statt Einschüchterung, von Diskurs statt Gewalt.