Die USA und Israel bombardieren Iran, Khamenei ist tot. Europa steht vor der Frage, ob seine viel beschworenen Werte nur Rhetorik bleiben – oder auch dann gelten, wenn für sie Bomben fallen.
Die CDU hat auf ihrem Parteitag mehr als einen Vorsitzenden bestätigt. Sie hat sich selbst bestätigt – als Partei der Mitte, mit einem Selbstbewusstsein, das lange gefehlt hat.
Der Westen, wie wir ihn kannten, ist vorbei. Europa steht vor seiner Reifeprüfung. Deutschland vor seiner größten Verantwortung seit Jahrzehnten. Friedrich Merz im Zentrum einer neuen Epoche.
Die SPD ist 162 Jahre alt. Man merkt es. Nicht an Altersweisheit, sondern an jener Altersstarre, die entsteht, wenn man nur noch eigene Rituale pflegt statt die Realität wahrzunehmen.
Ulrich Siegmund weicht der Frage nach der Einzigartigkeit des Holocaust aus und rüttelt damit an den Grundpfeilern deutscher Erinnerungspolitik. Seine Antwort soll den Rahmen des Sagbaren öffnen.
Die SPD taumelt aus ihrem schlechtesten Wahlergebnis und klammert sich an ein Programm, das das Land längst nicht mehr teilt. Während die AfD wächst, blockiert die SPD die politische Mitte. Entscheidet sie sich jetzt endlich für die Stabilität der Demokratie – oder für sich selbst?
Einst war sie die Stimme der Arbeit, heute spricht die SPD vor allem zu sich selbst – moralisch ergriffen, politisch erschöpft. Ein Abgesang auf eine Partei, die vergessen hat, wofür sie einmal da war.
Am Sonntag berät die CDU über ihren Kurs zwischen Abgrenzung und Anspruch. Die Brandmauer, einst Schutz der Demokratie, ist zum Prüfstein ihrer eigenen Rolle geworden – und zur Frage, ob die Union noch die Kraft zur Mitte hat.
Ein Sozialstaat im Dickicht: Über hundert Leistungen, Zuschüsse und Regeln – und doch fehlt Transparenz, Freiheit, Gerechtigkeit. Statt Flickwerk braucht es Mut zur Systemfrage: Welchen Sozialstaat wollen wir wirklich?
Die Entscheidung zu Rüstungsexporten nach Israel ist mehr als eine Frage einzelner Lieferungen. Sie berührt Geschichte, politische Verantwortung – und eine Beziehung, die über die Staatlichkeit hinausgeht.
Raus aus der Polit-Show, rein in die echte Debatte – Katherina Reiche rüttelt Deutschland wach. Warum ihre unbequemen Sätze und die ungeliebten Kommissionen das sind, was wir brauchen.
Wo 1998 eine selbstbewusste SPD die politische Mitte für sich reklamierte und mit jugendlichem Elan die Macht übernahm, steht heute eine Partei, die ihre Rolle nicht erkennt.